…eine periphere Zwischenstadt, zwischen Lebensraum und Nicht-Ort,
die keine Einheit bildet, sondern Ideen sammelt, ein Experimentierfeld ist
und eine Suche, eine Sehnsucht, nach freiem Raum,
der unvollständig ist und mit Lücken…
Objekte, Dinge und Handlungen, die in dieser Szenerie sich befinden,
brauchen keine Vollendung, sie wollen offen bleiben…
für Veränderungen, für die Bedürfnisse der Welt, für die Fragen der Zeit…
sie bringen etwas mit oder lassen etwas hinter sich, sie haben etwas vermisst oder
wollen etwas nicht mehr, sie sind Bruchstücke aus verschiedenen Realitäten und Zeiten,
Versatzstücke der Umwelt…
sie fungieren hier als Gegenüber, als Begleiter/in,
den/die man gerne um sich hat,
mit dem/der man gerne ist…

 

.. a peripheral intermediate city, between living space and non-place,
which does not form a unit, but collects ideas, is a field of experimentation
and a search, a longing for free space
that is incomplete and with gaps …
Objects, things and actions that are in this scene,
do not need completion, they want to stay open …
for change, for the needs of the world, for the questions of the times …
they bring something with them or leave something behind, they have missed something or
do not want something anymore, they are fragments from different realities and times,
Set pieces of the environment …
they act here as a counterpart, as a companion,
whom you like to be around,
with whom you like to be …

 

Companion
concept by Nadine Lemke

 


Johannes Franz-Figeac – was bleibt von? 2021
Aktuell werden in Aspern in atemberaubender Geschwindigkeiten Spuren von verschiedenen Qualitäten produziert. In Schichten gelagerte Zeit ist der Boden, auf dem wir stehen und bauen. Unser Wirken schreibt sich in den Boden ein und hinterlässt Spuren. Manche Spuren sind temporär, andere unauslöschlich.
johannesfranzfigeac.com

Julia Frank – AFFECTIVE EFFECTS 2017
FC Eye verweist durch sein Motiv- ein Auge mit blauer Iris, seinen Format und seiner vertikalen Präsentation, auf menschlichen Fortschritt und unser Bewusstsein zur Umwelt. Wie hinterfragen wir die (Be)Nutzung von Land und welchen Boden für Konflikte er/schaffen solche oder ähnliche Bauprojekte zur Erweiterung unserer Allgemeinden wohnlichen Standards.
juliafrank.art

Alexander Felch – Vandalismusplatz 2021
Von den japanischen Aggression-Rooms inspiriert, wird bei Vandalismusplatz ein performativer oder skulpturaler Raum zu konstruktiver oder destruktiver Interaktion bereitgestellt. Die Art der
Nutzung wird bewusst offen gelassen, denn der Titel versteht sich in erster Linie als Angebot. Vandalismus ist kein Muss, sondern eine Möglichkeit! Dementsprechend wird der Vandalismus-Platz zu einer „hypothetischen Insel” der Selbstermächtigung.
alexanderfelch.net

Modern People – Vienna 2021
Modern People ist eine auf Algorithmen basierende, kollektive Performance-Arbeit. Wien / Aspern stellt als Territorium den Ausgangspunkt dar. Die Akteur*innen begeben sich dabei auf die Suche nach geistigen und physischen Räumen, die gegenwärtig verfügbare materielle und immaterielle Ressourcen im spielerischen Prozess neu wahrnehmbar machen. Alle Handlungen werden von Algorithmen bestimmt. Performer*innen: Daniel Hafner, Elke Auer, Katharina Schmied
danielhafner.com

Marit Wolters – Skyscrapers 2021
Aus natürlichen Werkstoffen schafft Marit Wolters Skulpturen, die an Steine erinnern, deren Artifizialität bei genauerer Betrachtung jedoch deutlich sichtbar ist. Die in der Seestadt gezeigte
Installation greift Formen auf, die wir in unserer Welt als natürlich begreifen. Durch die vollzogene ästhetische Entfremdung entfernen diese sich jedoch vom Alltäglichen/Realen.
maritwolters.com

Eva Seiler – Bloom Crawler 2021
Der Bloom Crawler könnte eine dystopische Vorrichtung sein, um Blütenstaub aufzunehmen und zu verwahren. In den feinen Bürsten würde sich Pollenstaub verfangen, der bei Bedarf wieder aufgebracht wird.

Heti Prack – Servicebarn (Skizze) 2021
Die Skizze zu Servicebarn 2021 nimmt die Gitterstruktur des Eingangstores des 1924 von Siegfried Theiss und Hans Jaksch gebauten Gemeindebaus Philippgasse 8 in Wien Penzing auf
und übersetzt es in eine zylindrische Form. Servicebarn thematisiert das Wechselspiel zwischen Wohnraum und Familien bzw. Gesellschaftsstrukturen.
hetiprack.com

  Christina Romirer – tropical explosion 2020
Die Künstlerin gestaltete künstliche, frei erfundene und in ihrem Erscheinungsbild seltsame Pflanzen. Zur Ausgestaltung der Blätter verwendete sie miteinander verbügelte Plastiksäcke.
Elemente wie Betonpoller, Absperrungen oder Zäune verbinden sich schließlich mit den Plastikblättern zu Gewächsen.
christinahelena.net

Bartosz Dolhun – Länger Frisch 2021
Sich ins Verhältnis setzen und das richtige Maß finden. Die Landschaft als Experimentierfeld und Distanzerfahrung; als Treff- und Angelpunkt von Innen und Außen und die Sammelstelle für fragmentarische Anliegen aller Art. Sie können es als gegenstandslos betrachten.
bartoszdolhun.com

Bartholomäus Kinner – Realitätsqualitäten 2021
Realitätsqualitäten erforscht das Verhältnis von vorgestellter Architektur zu realer und versucht beides anzubieten, jedoch ohne, dass das Mitdenken der anderen Variante sie unbenutzbar
sein lässt.

Bianca Pedrina – Cipollino Galaxy 2017
Adolf Loos verwendete für die Fassade des Wiener ‚Haus am Michaelerplatz‘ einen dekorativen Marmor mit dem klingenden Namen „Cipollino Galaxy” den er damals persönlich im Griechischen Steinbruch aussuchen ging. Eine dieser Fassadenplatten wurde von Pedrina abfotografiert und auf eine industriell hergestellte Fußboden-Klebefolie gedruckt. Diese rankt sich mit Blick auf die, aus dem Boden gestampfte, Seestadt an einem Shipping Container empor.
biancapedrina.com

Terese Kasalicky – Kaskade 2021
Im Zuge jahrelanger kunstgeschichtlicher Recherche vor allem im Bereich der Zierformen und Architektur haben sich für die Künstlerin etliche archetypische Grundformen herauskristallisiert,
die sie immer wieder neu anordnet und erweitert. Für ihre Arbeit „Kaskade” installiert Kasalicky mittels gefärbter Seile einen malerisch anmutenden Wasserfall in die Landschaft.
teresekasalicky.com

Nadine Lemke – Begleiterin 2021
Eine flache Form die beginnt Gefäß zu werden, den weiten Himmel aufnehmend, wie ein Ort der Halt gibt… und eine, die ihren Platz besetzt, im Begriff ihn einzunehmen mit lebendigem
Leib…
nadinelemke.net

  Philipp Leissing – INHALTSBASIERT GEFÜLLT (Playtime) 2018
Grundlage für das Video bildet der Spielfilm „Playtime” (1967, Regie: Jacques Tati). Aus dem Film werden alle Personen ausgeschnitten und durch eine halbautomatische Funktion mit umliegender Bildinformation gefüllt. Durch das Wegnehmen der scheinbar wichtigsten Bildinformation, der Protagonisten selbst, wird eine Art „Rollentausch“ evoziert. Gebäude, Innenräume und Gegenstände, bekommen nun die volle Aufmerksamkeit.
philippleissing.net

 

Photos: Reinhold Zisser

 

DREAM ESTATE Aspern Nord / Urban field
Platform for contemporay art Seestadt
www.dreamestate.at